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VERDICHTUNG


Zu einem ordentlich laufenden Motor gehört auch eine optimierte Verdichtung. Denn man sollte weder eine Überhitzung oder gar ein Loch im Kolben riskieren, geschweige denn auf Leistung verzichten. Es ist wichtig, dass das Verdichtungsverhältnis bei getunten Motoren optimal ist. Luftgekühlte Motoren vertragen lange nicht so eine hohe Verdichtung wie Wassergekühlte. Zudem darf das Quetschmaß nicht unterschritten werden, da sonst der Kolben gegen den Zylinderkopf schlägt.



Geometrische Verdichtung optimieren
Ermittelt wird bei der Montage des Zylinderkopfes die geometrische Verdichtung.
    

Es ist NICHT die, die im vorherigen Bild mit einem abgebildeten Kompressionsprüfer ermittelt wird. Wir sprechen hier ausschließlich über die geometrische Verdichtung und nicht über die praktische Kompression.

Die Verdichtung wird durch eine Bearbeitung des Zylinderkopfes optimiert. Durch mehrmaliges Auslitern des montierten Motors wird die geometrische Verdichtung ermittelt. Gleichzeitig wird kontrolliert, ob die Quetschspalte ein kritisches Maß von 0,8 mm bei kleinen Motoren und 1,2 mm bei etwas größeren nicht unterschreitet.





    
Um diese Optimierung durchführen zu können ist das Motorgehäuse, die Kurbelwelle, Zylinder mit Kolben und Zylinderkopf notwendig, da individuell optimiert wird. Auf unserer Drehmaschine wird die jeweilige Brennraumgeometrie entsprechend angepasst. Nach dem Drehvorgang wird nochmals montiert und Verdichtung wie Quetschkante geprüft.


    

Zu erkennen ist auf dem Diagramm unten, der thermodynamische Wirkungsgrad. Eine Verdichtungserhöhung auf über 12 (geometrisch) führt zu keiner nennenswerten Erhöhung der Leistung.



    
Grundlegend gelten folgende geometrischen Verdichtungen als empfehlenswert:

Luftgekühlte Standardzylinder : 9 bis 10

Luftgekühlte Tuningzylinder : 10 bis 12

Wassergekühlte Zylinder : 12 bis 14
 
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